Was heißt hier schon ‚gerecht‘, Johannes Menze?

IMG_2187_DxOHungern wir?

Dürsten wir?

Noch nach Gerechtigkeit?

 

Vernetzt in unserer digitalisierten, spektakulären Zivilisation

Wo wir allerlei Sattmacher beim Versandhändler des Vertrauens ordern können.

Lieferung über Nacht. Garantiert!

 

Wenn heimische Bauern Milch weit unter Preis verkaufen müssen,

uns Lebensmittel im Discounter-Land nichts wert sind,

Subventionen Agrarkonzerne milchpulvermäßig aufpäppeln,

Was dann ?

 

Wenn neben uns hinter vorgehaltener Hand

„Man wird doch mal sagen dürfen“

voller Hass und Neid geraunt wird,

Was dann ?

 

Wenn lautstarke Scheißhausparolen

wie „Lügenpresse“ wie „Diktatorenpolitiker“

zum Gemeinplatz völkischer Gemeinheiten werden,

Was dann ?

 

Wer weckt uns Tote aus dem Schlaf der Sicherheit?

Wohl wahr:  Hunger und Durst sind nicht erstrebenswert.

Aber? Aber!

Wer  auf den Geschmack der Gerechtigkeit gekommen ist,

wer die Lunte der Ungerechtigkeit gerochen hat,

der beginnt neu,

der handelt.

Johannes Menze leitet den Bundes-Ak ‚Gerechtigkeit & Globalisierung‘ im ND. Auf den Geschmack der Gerechtigkeit ist er in der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) gekommen.

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